Aktualisiert am 25.03.2019
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Lebenszeichen von Kantor Mehner
Niederwiesa
Liebe Glieder unserer Gesamtgemeinde!

Im Psalm 68 heißt es:
"Gelobt sei der Herr täglich.
Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch."
(Vers 20)

Diese Zusage durfte ich während der letzten Tage und Wochen ganz neu erfahren. Auch konnte ich durch das tägliche Wort in der Losung Trost und Zuversicht finden und im Gebet meine Ängste und Zweifel vor Gott bringen. In der langen Zeit mit Bangen und Hoffen, aber auch des Verzagens und Zweifelns haben Freunde, Bekannte und viele von Ihnen und Euch für mich gebetet und gerungen. Dafür möchte ich ganz herzlich DANKE sagen.

Nachdem ich vom 5. November bis zum 23. Dezember 2015 acht Wochen Krankenhausaufenthalt im Klinikum Chemnitz mit zwei Operationen überstanden habe, konnte ich das Weihnachtsfest und den Jahreswechsel zusammen mit meiner Familie verbringen und bin seitdem zu Hause. Die Diagnose „Schweres Cushing-Syndrom“ - wurde ausgelöst durch je einen neuroendokrinen Tumor in der Hirnanhangdrüse bzw. im Thoraxbereich.  Diese Krankheit ist sehr selten und erleiden nur 6 -8 auf eine Million Personen.
Während des Krankheitsverlaufes habe ich vorübergehend Diabetis bekommen, hatte permanenten Calium- und Magnesiummangel, sowie eine Überproduktion des Stresshormons Cortisol mit dem 100-fachen Wert über normal. Letzteres hatte zur Folge dass meine Muskeln fast vollständig verbraucht wurden, Nervenschädigungen an Händen und Füßen und eine ständige innere und körperliche Unruhe bis zur Unerträglichkeit hatte.  Diese Beschwerden konnten dann nach und nach durch zahlreiche Medikamente einigermaßen stabilisiert werden, so dass am 10. Dezember eine erste OP an der Hypophyse (Hirnanhangdrüse) durchgeführt werden konnte. Diese brachte aber nicht den erhofften Erfolg, dass heißt dieser Tumor war nicht der Auslöser der oben geschilderten Beschwerden. Nach weiterer intensiver Suche wurde dann mittels PET-CD ein 1,4 cm großer Tumor im Fettgewebe des rechten Brustbereiches zwischen Rippen und Lunge festgestellt und am 17. Dezember operativ entfernt. Danach wurden schlagartig alle in Mitleidenschaft gezogenen Hormon-und Blutwerte besser bzw. normal, so dass damit auch die Ursache beseitigt war.  Und so konnte ich pünktlich zum Weihnachtsfest am 23. Dezember nach Hause vorübergehend entlassen werden konnte.
Vom 19. bis zum 22. Januar war ich dann zur Kontrolle erneut für ein paar Tage im Klinikum Chemnitz. Die Laborwerte, CT der Knochendichte und die pathologischen Befunde sind soweit in Ordnung.  Ab 2. Februar erhalte ich eine Anschlussheilbehandlung (Reha) in der "Klinik Bavaria" in Kreischa und werde dann, so Gott will, ab März wieder im Dienst sein.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei den Ärztinnen und Ärzten sowie allen Schwestern und Pflegern der Stationen N82, N42, N32 und der Thorax-Chirugie im Klinikum Chemnitz, die mir den Klinikaufenthalt so angenehm wie möglich gemacht haben. Ein besonderer Dank gilt  Herrn Oberarzt Dr. med. Uwe Lindner und seinem Team der  alles versuchte den Ursachen meines doch recht außergewöhnlichen und seltenen Krankheitsverlauf´s auf die Spur zu kommen und Lösungen zur erfolgreichen Behandlung zu finden.
Ich danke aber auch all denen, die mich im kirchenmusikalischen Dienst vertreten haben bzw. bis zu meinem Einstieg noch Dienste übernehmen werden.

Liebe Grüße,

Ihr/Euer

gez. Tobias Mehner

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