Christliche Symbole - Gesamtkirchgemeinde Flöha-Niederwiesa

Aktualisiert am 15.12.2017
Direkt zum Seiteninhalt

Christliche Symbole

Verschiedenes
Einige Zeichen und Symbole sind älteren Ursprungs und wurden im christlichen Sinne umgedeutet, vor allem bei den geometrische Formen (Kreuze, Vielecke, Sterne).
Daneben gibt es Motive mit speziellen Bezügen zur Bibel (Weinrebe, Schiff) oder zur Kirchengeschichte (Fisch), dabei handelt es sich um rein christliche Symbole. 

Das bekannteste Symbol des Christentums ist das Kreuz Christi. Es wird 
lateinisches Kreuz genannt, wobei der waagerechte Balken den Erdhorizont repräsentiert und der senkrechte die irdische und die himmlischen Sphäre verbindet. 

Das griechische Kreuz
 hat vier gleich lange Arme. Sie zeigen in die vier Himmelsrichtungen und verkörperten auch die vier antiken Elemente Luft, Erde, Feuer, Wasser.

Dreht man das griechische Kreuz um 45° wird es zum griechischen Buchstaben "Chi" ( X ), dem Anfangsbuchstaben von "Christus". Der Legende nach starb der Apostel Andreas an einem solchen Kreuz; daher wird es als Andreaskreuz bezeichnet.

Das Jerusalemer Kreuz
 stammt aus der Zeit der Kreuzfahrer. Es stellt Christus und die vier Evangelisten dar. In einer anderen Deutungsvariante stehen die fünf Kreuze für die Wunden Christi. 

Das russische Kreuz ist das Kreuz der russisch-orthodoxen Kirche mit zwei waagerechten Balken, der obere steht dabei für das Namensschild mit der Aufschrift (I.N.R.I.). Unten schneidet noch ein dritter Balken schräg die Senkrechte. Er symbolisiert die Fußstütze am Kreuz Christi. 

Aus der keltischen Region stammt das keltische oder irische Kreuz. Den Schnittpunkt der Balken umschließt ein (Erd-)Kreis in Form eines Ringes oder einer Scheibe. Häufig ist es mit geflochtenen Ornamenten verziert. 

Ein indirekt erzeugtes Kreuz aus vier rechten Winkeln steht für Gerechtigkeit. Das rechtwinklige Richtscheit ist Werkzeug für genaues, "richtiges" Bauen. Im Griechischen bildet der rechte Winkel den Großbuchstaben "Gamma" ( Γ ), daher wird das Symbol auch Gammadion genannt. 

Das Tatzenkreuz hat nach außen breiter werdende Balken, in gerader oder bogenförmiger Ausführung. Die Ritter des Templerordens und des Deutschen Ordens trugen es als Wappen. In jüngerer Zeit findet sich das Tatzenkreuz z.B. als "Eisernes Kreuz" und im Emblem der Bundeswehr wieder. 

Nach dem katholischen Malteserorden bzw. dem protestantischen Johanniterorden benannt ist das Malteser- oder Johanniterkreuz. Die acht Spitzen symbolisieren die Seligpreisungen der Bergpredigt (Matthäus 5, 3-10).

Ein Monogramm für den Namen Jesus Christus, gebildet aus den griechischen Anfangsbuchstaben "Jota" ( I ) und "Chi" ( X ). 

Die ausführlichere und bekanntere Variante des vorigen Monogramms enthält noch zusätzlich das griechische "Rho" ( P ): "Jesus Christus". 

Zwei gleichseitige Dreiecke, eins nach oben, das andere nach unten weisend, symbolisieren im sechszackigen Stern die Verbindung von Himmel und Erde, insbesondere zum Fest der Geburt Christi als Weihnachtsstern. Im Judentum Davidsstern genannt, ist er das Wappenzeichen Israels. 

Alpha ( Α ) und Omega ( Ω ) sind der erste und der letzte Buchstabe des griechischen Alphabets. "Ich bin das A und das O, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende", spricht Christus im Buch der Offenbarung (Kap. 22,
Vers 13
). 

Das Rad mit Speichen war in vorchristlicher Zeit ein Sonnensymbol. Als Weihekreuz an Kirchen verwendet, versinnbildlicht der Kreis die Unendlichkeit (Ewigkeit). Das Zeichen kann auch die Hostie beim Abendmahl darstellen. 

Das Fisch-Symbol entstand als Geheimzeichen der frühen Christen. Das griechische Wort "ΙΧΘΥΣ" (Fisch) steht als Abkürzung für: Ιησούς (Jesus) Χριστός (Christus) Θεού (Gottes) Υιός (Sohn) Σωτήρ (Retter). 

Das Kreuz auf der Weltkugel ist in der Gegenwart das Erkennungszeichen der Evangelischen Jugend. Zur Kaiser-Zeit des Abendlandes stellte es den stilisierten Reichsapfel dar, zusammen mit dem Zepter Ausdruck der Herrschaft über Kirche und Welt. 

Der Stern mit acht Zacken, in einem Zuge zu zeichnen, diente der Abwehr böser Kräfte. In christlicher Deutung stellt er ein Kreuz dar, dessen Außenränder acht Mal den Buchstaben M für Maria und die Innenlinien acht Mal das griechische X des Christusnamens bilden. 

Die endlose Linie der Dornenkrone steht für auswegsloses Leiden. Die sieben Windungen und die drei mal sieben Dornen bedeuten Vollendung: die Zahl 7 gilt als Symbol der Vollkommenheit - in sieben Tagen entsteht nach der Bibel die Schöpfung. Die nach innen zeigenden Dornen formen eine siebenblättrige Blume.

Das Bild des Lammes als Opfertier wandelt sich im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung. Dort geht das Lamm nach Öffnen des Buches mit den sieben Siegeln aus dem letzten Kampf zwischen Gut und Böse am Ende der Welt als Sieger hervor. Daher wird es mit einer Siegesfahne dargestellt. 

Der Anker ist Sinnbild der christlichen Hoffnung: "Diese haben wir als einen sicheren und festen Anker unsrer Seele" (Hebräer 6, 19). Hoffnung ist verbunden mit Glaube und Liebe: "Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe" (1. Korinther 13, 13). 

Die gekreuzten Schlüssel sind Sinnbild des Jesus-Wortes an Petrus: "Ich will dir die Schlüssel des Himmelreichs geben" (Matthäus 16, 19). So steht dieses Symbol im Wappen des Papstes, der nach katholischer Lehre irdischer Stellvertreter Christi ist. 

  
Das Schiff ist Zeichen der Geborgenheit ("Stillung des Sturmes" in Matthäus 8). Der Mast in Kreuzform stellt Christus, das Schiff als Ganzes die Gemeinde dar. Zwei Lieder im Evangelischen Gesangbuch haben das Bild zum Thema: "Es kommt ein Schiff geladen" (Nr. 8) und "Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt" (Nr. 572). 

Die brennende Öllampe ist Aufruf zur Wachsamkeit ("Gleichnis von den klugen und törichten Brautjungfern" in Matthäus 25) und zur Bereitschaft für das Reich Gottes. Im Evangelischen Gesangbuch nimmt das Lied: "Wachet auf, ruft uns die Stimme" (Nr. 147) das Motiv auf. 

Weintrauben und Kornähren liefern die beiden Bestandteile des Abendmahls, Brot und Wein (bzw. Traubensaft). Trauben hängen nach unten, Ähren wachsen empor; so betonen beide die senkrechte Achse Himmel - Erde. 

"Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben" (Johannes 15, 5). Das Wort aus den Abschiedsreden Jesu deutet die Verbindung von Gemeinde und Christusglauben. Der Weinberg wird mehrfach als Bild in Gleichnissen genannt; im Alten Testament ist er Sinnbild von Segen und Frieden. 

Ein gleichseitiges Deieck verkörpert die Dreifaltigkeit Gottes (Vater, Sohn und Heiliger Geist). Das häufig enthaltene geöffnete Auge symbolisiert die Allmacht Gottes. 

Eine herabfliegende Taube ist Zeichen des Heiligen Geistes, den Jesus bei seiner Taufe vom Himmel über sich kommen sieht (Matthäus 3, 16). Die Darstellung wird gelegentlich noch durch stilisierte Wasserwellen ergänzt. 

Sternsinger zeichnen zum katholischen Dreikönigsfest (6. Januar) mit Kreide diese Buchstaben an Haustüren, meist verbunden mit der Jahreszahl. C+M+B steht für das lateinische "Christus mansionem benedicat" (Christus segne dieses Haus). Irrtümlicher Weise werden die 3 Buchstaben meist als die Namen der Heiligen Drei Könige (Caspar, Melchior und Balthasar) gedeutet. 
kostenloser Unofficial WsX5 Counter!




Zurück zum Seiteninhalt