Gedanken zur Jahreslosung 2017 - Gesamtkirchgemeinde Flöha-Niederwiesa

Aktualisiert am 12.10.2017
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Gedanken zur Jahreslosung 2017

Verschiedenes
Gibt es ein besseres Wort zum Beginn des neuen Jahres als die Verheißung Gottes, uns ein neues Herz und einen neuen Geist zu schenken? Dann werden wir ja wirklich neu, radikal, fundamental, dagegen verblassen alle eigenen Vorsätze. Möchte ich das aber überhaupt oder finde ich mich im Großen und Ganzen gut, so, wie ich bin? Zitiert wird diese Verheißung Gottes vom Propheten Hesekiel. Er ist der erste Prophet, der nicht in Israel zu seinem Dienst berufen wurde. Mit König Jojachin war er schon bei der ersten Verbannung 597 v. Chr. nach Babylon geführt worden. Erst dort wird er von Gott zum Propheten berufen, kritisiert sein Volk, bevor sich später sein Ton ändert und er dem Volk die Heimkehr verheißt. Aus dieser Zeit stammt auch das Kapitel, aus dem die Jahreslosung entnommen ist, die in der zweiten Vershälfte auf das, was gewesen ist, Bezug nimmt: »Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben.« Der Mensch braucht ein neues Herz und einen neuen Geist, weil sein Herz verhärtet, versteinert ist. Herzenshärte – kenne ich das auch von mir? Viele Beispiele für Herzenshärte lassen sich finden. Es mag ein jeder und eine jede bei sich selbst kritisch danach suchen. Und was ist, wenn ich Herzenshärte bei mir feststelle? Wie kann ich damit umgehen? Gegen Herzenshärte hilft nur eins: die Liebe. Sie macht stärker als militärische Kraftmeierei. Sie ist klüger als die reine Vernunft. Sie vergibt und schafft neues Vertrauen; sie öffnet die Augen und bahnt neue Wege. Sie sprengt die Mauern um Herzen. Und sie wird uns geschenkt. Bevor ich liebe, werde ich geliebt. Und die Liebe Gottes zu mir nimmt das Herz aus Stein aus meiner Brust und gibt mir ein Herz aus Fleisch. Diese Liebe wünsche ich uns allen für die kommende Woche, für das neue Jahr und für unser ganzes Leben – und darüber hinaus. Gott öffnet neue Wege, einen neuen Horizont. Das, was war, der Bruch des Bundes mit Gott ist nicht vergessen, aber vergeben. Die Vergangenheit des Menschen bestimmt nicht das zukünftige Handeln Gottes. Er möchte einen neuen Bund mit den Menschen, den Gott ist zuverlässig, steht treu zu seinen Verheißungen. Und damit die Menschen in diesem Bund treu zu Gott stehen, schreibt er ihnen sein Gesetz in die Herzen, denn die Menschen sind eine Herzensangelegenheit Gottes.
Michael  Tillmann

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